18. Juni 2026
LinkedIn-Banner: die richtige Größe und die Profilbild-Falle
Das LinkedIn-Profil-Banner ist 1584×396 Pixel. Die zweite, wichtigere Zahl ist die Sperrzone unten links, wo dein Profilbild liegt. Wer sie ignoriert, schiebt seinen Text hinter sein eigenes Foto.
Ein LinkedIn-Banner ist in zwei Minuten hochgeladen und in zwei Minuten vermurkst. Zwei Zahlen entscheiden über das Ergebnis, und LinkedIn erklärt beide nirgends gut. Hier sind sie.
Die richtige Größe
Das LinkedIn-Profil-Banner (der breite Streifen oben auf deinem Profil) ist:
1584 × 396 Pixel. Seitenverhältnis 4:1.
Ein einfacher Trick für mehr Schärfe: Bau es in doppelter Auflösung, also 3168 × 792, und lass LinkedIn es runterskalieren. Dann ist die Schrift gestochen scharf statt leicht verwaschen. Hochskalieren macht ein Bild matschig, runterskalieren macht es knackig.
So weit das Einfache. Jetzt die zweite Zahl, die wichtigere.
Die Profilbild-Falle
LinkedIn legt dein rundes Profilbild über das Banner, unten links. Es überdeckt einen großen Bereich. Grob:
- horizontal bis etwa x = 480
- vertikal von etwa y = 200 bis 396 (also die untere Hälfte links)
Alles, was du dort hinlegst (Text, Logo, das Kernmotiv), verschwindet hinter deinem Foto. Genau da landet aber leicht die Headline, weil man instinktiv links oben anfängt und nach unten schreibt.
Daraus folgt eine simple Regel:
- Headline nach oben oder rechts.
- Service-/Infozeile nach unten rechts.
- Logo nach oben rechts.
- Untere linke Ecke bleibt frei. Immer.
Oben rechts blendet LinkedIn noch ein Bearbeiten-Icon (Stift) ein, aber das ist halb so wild: Es erscheint nur dir, wenn du selbst auf deinem Profil eingeloggt bist. Besucher sehen es nie. Wenn du dort kein zentrales Element platzierst, kannst du es weitgehend ignorieren.
Warum KI-Bildgeneratoren hier scheitern
Der naheliegende Gedanke: Ich lass mir das Banner von einem KI-Bildgenerator machen. Probier es, und du siehst das Problem sofort.
Bildgeneratoren malen Text als Pixel, nicht als Schrift. Das Ergebnis sind verformte Buchstaben, erfundene Wörter und Umlaute, die zu „a” oder Kringeln werden. „Geschäftsführer” wird zu „Geschäftsfuhrer” oder schlimmer. Für ein dekoratives Bild egal. Für ein Banner, auf dem dein Name und deine Leistung stehen sollen, unbrauchbar.
Dazu kennt der Bildgenerator deine Sperrzone nicht. Er komponiert das Bild nach Ästhetik, nicht nach LinkedIns Geometrie. Das Motiv sitzt dann genau dort, wo gleich dein Foto liegt.
Wie man es richtig macht
Die saubere Lösung ist unspektakulär: echter Text in einer echten Schrift, auf eine feste Fläche von 1584 × 396 gesetzt, mit freier unterer linker Ecke. Kein gemaltes Bild, sondern Layout.
Dann stimmen drei Dinge automatisch:
- Die Schrift ist scharf und die Umlaute sitzen.
- Das Format passt exakt, kein Beschnitt.
- Die Sperrzone bleibt frei, weil sie im Layout eingeplant ist.
Du brauchst dafür kein großes Designtool. Du brauchst nur die zwei Zahlen oben und die Disziplin, die untere linke Ecke leer zu lassen.
Kurz zusammengefasst
- Größe: 1584 × 396, gebaut in 3168 × 792 für Schärfe.
- Untere linke Ecke (bis x≈480, y≈200–396): frei lassen, da liegt dein Profilbild.
- Oben rechts der Stift: nebensächlich, den siehst nur du, kein Besucher.
- Echter Text schlägt KI-Bild, sobald lesbare Wörter und Umlaute im Spiel sind.
Wenn du dir das nicht selbst zusammenbauen willst: Ich hab dafür ein kleines kostenloses Tool gebaut, den LinkedIn-Banner-Generator. Du gibst deine Website-Adresse ein, es zieht Farben, Schrift und Logo heraus und rendert ein scharfes Banner im richtigen Format, mit freigehaltener Profilbild-Zone. Echter Text, kein gemaltes Bild.
Diplom-Informatiker · 25 Jahre Entwicklung · LinkedIn
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