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3. November 2026

Wie fühlt sich ein Gespräch mit einem KI-Interviewer an?

Ein Durchlauf in der Übungs-App vorstell.bar: vom Wunschberuf über die ersten Fragen bis zum Feedback. Am Beispiel Kfz-Mechatroniker.

Warum es die App gibt, steht in Bewerbung schreiben lernt man. Sprechen nicht. Hier geht es um den Ablauf. Du hast morgen ein Vorstellungsgespräch als Kfz-Mechatroniker. So läuft ein Übungsdurchgang in vorstell.bar, Schritt für Schritt.

1. Beruf wählen

Du suchst deinen Beruf aus einer langen Liste von Ausbildungsberufen aus, von Handwerk bis Büro. Das ist der erste Schritt, weil alles Weitere daran hängt. Die Fragen passen sich dem Beruf an. Ein Kfz-Mechatroniker bekommt andere Fragen als eine Bürokauffrau. Welche Berufe es gibt, siehst du auf der Berufe-Seite.

2. Optional: Unterlagen hochladen

Du kannst dein Zeugnis oder die Stellenanzeige hochladen. Dann kennt der Interviewer deinen Hintergrund und fragt gezielter nach. Du musst nichts hochladen. Ohne Unterlagen bekommst du die typischen Fragen für deinen Beruf.

3. Interviewer wählen

Es gibt drei Stile, jeweils mit einem Interviewer und einer Interviewerin:

  • Einsteiger: geduldig, erklärt viel. Gut für das erste Mal.
  • Locker & herzlich: entspannt und warmherzig.
  • Herausfordernd: direkt und fordernd. Gut, wenn du schon sicherer bist.

Wer zum ersten Mal übt, nimmt am besten den ersten Stil. Danach kannst du steigern.

4. Sprechen

Jetzt sprichst du laut. Das Gespräch läuft so, wie es im Betrieb läuft. Ein Beispiel:

Interviewer: Was gefällt dir an dem Beruf? Du: Technik ist spannend, schrauben macht Spaß. Interviewer: Erzähl, was du schon praktisch gemacht hast. Du: Ich hab das Moped von meinem Bruder repariert.

Der Interviewer hakt nach, statt eine Liste abzuarbeiten. Das ist der Unterschied zu Fragen, die du nur liest: Du musst auf das reagieren, was gerade gefragt wird. Ein Gespräch dauert meist 10 bis 20 Minuten. Du kannst pausieren und später weitermachen.

5. Feedback

Danach bekommst du eine Rückmeldung zu deinen Antworten. Zum Beispiel eine Punktzahl wie 8 von 10 und dazu, was gut war („Deine Motivation kommt gut rüber“) und was fehlt („Hier fehlt ein Beispiel“). Das ist keine Note. Es ist eine Orientierung dafür, was du beim nächsten Durchgang anders sagen kannst.

Was die Übung nicht ist

Sie ist keine Garantie für das echte Gespräch. Der Interviewer in der App kennt deinen Betrieb nur dann, wenn du die Stellenanzeige hochlädst. Und er ist ein Computerprogramm, das sich irren kann. Wo die Grenzen der KI liegen, beschreibe ich in Was die KI im Vorstellungsgespräch macht und was nicht.

Sie ist aber eine Gelegenheit, die Sätze einmal laut zu sagen, bevor es zählt. Wer das getan hat, merkt im echten Gespräch: Die Frage kenne ich.

Du willst es selbst ausprobieren? Hier ist die App.

Michael Schreier
Michael Schreier

Diplom-Informatiker · 25 Jahre Entwicklung · LinkedIn

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Michael Schreier

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